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Glossar & FAQ

Glossar & FAQ

Fachbegriffe kurz und verständlich. Tipp einfach los, die Liste filtert mit.

AfA
Absetzung für Abnutzung. Die steuerliche Abschreibung des Gebäudewerts über die Nutzungsdauer. Siehe Steuern.
Annuität
Die gleichbleibende jährliche (oder monatliche) Rate aus Zins und Tilgung eines Darlehens.
Anschaffungsnahe Herstellungskosten
Sanierungskosten in den ersten drei Jahren nach Kauf über 15 % des Gebäudewerts. Nur über die AfA absetzbar.
Auflassungsvormerkung
Eintrag im Grundbuch, der den Anspruch des Käufers auf Eigentumsübertragung sichert, bevor er als Eigentümer eingetragen ist.
Baulast
Öffentlich-rechtliche Verpflichtung eines Grundstückseigentümers (z. B. Abstandsfläche für den Nachbarn), eingetragen im Baulastenverzeichnis, nicht im Grundbuch.
Beleihungswert
Vorsichtiger, dauerhaft erzielbarer Wert, den die Bank ihrer Kreditvergabe zugrunde legt. Meist unter dem Marktwert.
Beleihungsauslauf
Darlehen im Verhältnis zum Beleihungswert in Prozent. Je niedriger, desto besser der Zins.
Bereitstellungszinsen
Gebühr der Bank für zugesagte, aber noch nicht abgerufene Darlehensbeträge, meist 0,25 % pro Monat nach einer freien Zeit.
BEG
Bundesförderung für effiziente Gebäude. Dach für die Förderprogramme von KfW und BAFA.
Betriebskosten
Laufende Kosten eines Gebäudes, die laut Betriebskostenverordnung auf Mieter umgelegt werden dürfen.
Bodenrichtwert
Durchschnittlicher Lagewert des Bodens je m² in einer Zone, ermittelt vom Gutachterausschuss.
Bruttomietrendite
Jahresnettokaltmiete geteilt durch Kaufpreis. Schnelle, aber grobe Kennzahl ohne Kosten.
Cashflow
Was nach Mieteinnahmen, Bewirtschaftungskosten, Zins und Tilgung monatlich übrig bleibt (vor oder nach Steuern).
DSCR
Debt Service Coverage Ratio, Schuldendienstdeckungsgrad. Reinertrag geteilt durch Kapitaldienst. Banken wollen meist mindestens 1,1 bis 1,3.
Effizienzhaus (EH)
Förderstandard. Die Zahl (z. B. EH 55) gibt den Primärenergiebedarf in Prozent eines Referenzneubaus an.
Eigenkapitalquote
Anteil eigener Mittel an den Gesamtkosten inklusive Nebenkosten.
Erbbaurecht
Recht, auf fremdem Grund ein Gebäude zu besitzen, gegen jährlichen Erbbauzins, meist für 60 bis 99 Jahre.
Ertragswert
Wert einer Immobilie aus den nachhaltig erzielbaren Erträgen. Siehe Rechner.
GEG
Gebäudeenergiegesetz. Regelt energetische Anforderungen an Neubau, Bestand und Heizungen.
Grenzsteuersatz
Steuersatz auf den letzten bzw. nächsten verdienten Euro.
Grundbuch
Öffentliches Register beim Amtsgericht: Abteilung I Eigentümer, II Lasten und Beschränkungen, III Grundpfandrechte.
Grundschuld
Grundpfandrecht zur Absicherung eines Darlehens. Bleibt nach Rückzahlung bestehen, bis sie gelöscht wird.
Hausgeld
Monatliche Zahlung eines Wohnungseigentümers an die Gemeinschaft für Betriebskosten, Verwaltung und Rücklage.
iSFP
Individueller Sanierungsfahrplan. Bringt 5 % Förderbonus und höhere förderfähige Kosten.
Kappungsgrenze
Maximale Mieterhöhung im Bestand: 20 % (bzw. 15 %) in drei Jahren.
Kaufpreisfaktor
Kaufpreis geteilt durch Jahresnettokaltmiete. Kehrwert der Bruttomietrendite.
Liegenschaftszins
Marktüblicher Zinssatz, mit dem Immobilien verzinst werden. Wird aus Kaufpreisen abgeleitet und im Ertragswertverfahren genutzt.
Mietpreisbremse
Begrenzt die Miete bei Neuvermietung in angespannten Märkten auf 10 % über der Vergleichsmiete.
Mietstufe
Einordnung der Gemeinde in eine von sieben Stufen nach Mietniveau, aus dem Wohngeldrecht.
Nichtabnahmeentschädigung
Entschädigung an die Bank, wenn ein zugesagtes Darlehen nicht abgenommen wird.
Restnutzungsdauer
Wie viele Jahre ein Gebäude bei ordnungsgemäßer Bewirtschaftung noch wirtschaftlich genutzt werden kann.
Sachwert
Wert aus Bodenwert plus alterswertgeminderten Herstellungskosten des Gebäudes.
Sondereigentum
Die Wohnung selbst im Wohnungseigentum. Gegenstück: Gemeinschaftseigentum (Dach, Fassade, Treppenhaus).
Sondertilgung
Zusätzliche Tilgung über die Rate hinaus, meist bis 5 % pro Jahr vertraglich kostenlos.
Spekulationsfrist
Zehn Jahre. Danach ist der Verkaufsgewinn einer privaten Immobilie steuerfrei.
Teilungserklärung
Urkunde, die ein Gebäude in Wohnungseigentum aufteilt und Sonder- und Gemeinschaftseigentum festlegt.
Tilgungszuschuss
Teil eines Förderkredits, den du nicht zurückzahlen musst.
Vorfälligkeitsentschädigung
Entschädigung an die Bank bei vorzeitiger Rückzahlung während der Zinsbindung, z. B. bei Verkauf.
Wohnflächenverordnung
Regelt, wie Wohnfläche berechnet wird: Dachschrägen unter 1 m zählen nicht, 1–2 m zur Hälfte, Balkone meist zu einem Viertel.
Zinsbindung
Zeitraum, für den der Sollzins fest vereinbart ist. Danach Anschlussfinanzierung.

Häufige Fragen

Wie viel Eigenkapital brauche ich?

Mindestens die Kaufnebenkosten (je nach Bundesland 6–12 % des Kaufpreises). Besser zusätzlich 10–20 % des Kaufpreises, das senkt den Zins deutlich. Vollfinanzierungen sind möglich, aber teurer und setzen ein sehr gutes Einkommen voraus.

Lohnt sich ein Altbau mit schlechter Energieklasse?

Oft ja, wenn der Preis die Sanierung einpreist. Programme wie „Jung kauft Alt“ und der Heizungszuschuss senken die Kosten. Rechne mit dem Sanierungskosten-Rechner und plane Puffer ein.

Muss ich meine alte Heizung austauschen?

In der Regel nicht. Funktionierende Heizungen dürfen weiterlaufen. Nur alte Konstanttemperaturkessel über 30 Jahre sind betroffen, mit Ausnahmen. Details unter GEG.

Was ist der Unterschied zwischen Marktwert und Beleihungswert?

Der Marktwert ist der realistisch erzielbare Preis heute. Der Beleihungswert ist der vorsichtige Wert, den die Bank langfristig für sicher hält. Er liegt meist 10–20 % darunter.

Was kostet das Präsentations-Tool?

Die Konditionen stehen direkt auf der Tool-Seite.

Woher stammen die Zahlen in den Rechnern?

Aus Gesetzen (Steuertarif, Grunderwerbsteuer), Förderrichtlinien und Marktdaten. Jeder Rechner nennt seine Annahmen. Du kannst alle Werte anpassen.

Speichert briqs meine Eingaben?

Nein. Die Rechner laufen komplett in deinem Browser. Nur die Haken in den Checklisten merkt sich dein Browser lokal, damit du später weitermachen kannst.

Wichtiger Hinweis: keine Beratung

Die Inhalte von briqs.net dienen der allgemeinen Information. Sie sind keine Rechtsberatung, keine Steuerberatung und keine Anlageberatung und ersetzen nicht die Prüfung des Einzelfalls durch Rechtsanwälte, Steuerberater, Notare, Energieberater oder Finanzierungsberater. Gesetze und Förderbedingungen ändern sich häufig. Trotz sorgfältiger Recherche übernehmen wir keine Gewähr für Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität. Ergebnisse der Rechner sind Modellrechnungen.

Stand: November 2026. Alle Angaben sorgfältig recherchiert, aber ohne Gewähr. briqs.net bietet keine Rechts-, Steuer- oder Anlageberatung.

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